"Frühling lässt sein blaues Band" - Frühlingserwachen im Botanischen Garten

16.03.2019 bis 19.05.2019

Frühlingserwachen im Botanischen Garten
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Die frühlingshaften Temperaturen haben der Natur den Vorfrühling entlockt. Jede Menge Frühlingsgeophyten, die ihre Blütenknospen bereits im Herbst in den unterirdischen Überwinterungsorganen (meist Zwiebeln oder Rhizome) angelegt hatten, waren bereits voll in Blüte gegangen. Krokusse in den unterschiedlichsten Farben, leuchtend weiß blühende Schneeglöckchen, Frühlings-Knotenblumen und Schneerosen, gelbe Sterne von Winterling und Primeln, rosarote Teppiche der Schneeheide, himmelblaue Leberblümchen und dunkelblaue bis violette Netz-Iris-Arten mit ihren filigranen Blüten zauberten die ersten Farbtupfer in den noch winterlich grau-braunen Boden. Manche dieser zarten Frühblüher sind nur ein paar Tage zu sehen, dann verschwinden sie schon wieder und haben ihren Job für dieses Jahr erledigt. 

Zu den zierlichen Bodenpflanzen gesellten sich die etwas auffälligeren ersten Blütensträucher, die das ihre dazu beitrugen, dass sich Frühlingsgefühle zu regen begannen: Zaubernuss, Winterjasmin, Duftschneeball, Mahonie und v.a. die betörend duftende Winterblüte (Chimonanthus praecox) aus China, die direkt beim Eingang zum Sozialbau steht. Die warmen Tage lockten auch schon bald die ersten blühenden Zierkirschen und Magnolien hervor. Aber eine kühlere Wetterlage bremste dann die unbändige Kraft des Frühlings wieder und wir mussten uns ein wenig gedulden, hatten aber auch länger etwas von dem Zauber.

In die Blumenbeete hatten die Gärtnerinnen und Gärtner des Botanischen Gartens bereits im Herbst die Zwiebeln von Kaiserkronen, Hyazinthen, Tulpen und Narzissen in die Blumenbeete gepflanzt, um die Gäste mit farbenfrohen Blüten im neuen Gartenjahr begrüßen zu können. Ergänzt wurde die Pracht mit bunten Violen, Primeln, Ranunkeln, Vergissmeinnicht und Bellis.

Der Frühling war bereit, im Botanischen Garten Linz entdeckt zu werden, und die BesucherInnen genossen die Farbenfülle und das frische Grün nach den Wintermonaten.

Plakat zur Ausstellung (PDF | 722 KB)