Das Phänomen der Verstädterung in der Tierwelt

Interessant ist bei Stadtbewohnern vor allem in der Tierwelt das Phänomen der Verstädterung (Urbanisierung). Erforscht wurde dies insbesondere bei den Stadtvögeln. Folgende Erscheinungen können hier auftreten:
  • Die Stadt wird zum Optimalbiotop für die betreffende Art (vor allem was die Nahrung betrifft). Die Art brütet deshalb ausschließlich oder mit großer Regelmäßigkeit in der Stadt; typische städtische Strukturelemente (Mauernischen, Verkehrsampeln, Kirchtürme) dienen als Brutraum.
  • Es kommt zu einer Erweiterung der so genannten ökologischen Amplitude, das heißt die Art wird hinsichtlich ihrer Standortansprüche flexibler.
  • Die städtischen Populationen sind relativ stabil, es findet nur ein geringer Austausch mit der Umgebung statt.
  • Bei manchen Arten beginnt die Keimzellenentwicklung früher, und es konnte eine höhere Lebensdauer der Individuen festgestellt werden.
  • Es erfolgt sogar eine Änderung des Verhaltens (zum Beispiel Wintersänger und -brüter bei den Amseln).
  • Es kommt innerhalb der Stadt zur Herausbildung von neuen Vogellebensgemeinschaften, die außerhalb der Stadt nicht auftreten (zum Beispiel Dohle-Turmfalken-Gesellschaft).

Stadtökologie