Es herbstelt besonders schön im Botanischen Garten!

Da Summa is umma“, so heißt es in einem bekannten Volkslied. Mit dem beginnenden September zieht der meteorologische Herbst ins Land und schlagartig ist der heiße Sommer zu Ende gegangen. Die Tage sind merklich kürzer geworden, die Nächte kühler, am Morgen kann schon mal der erste Frühnebel die Sonne verdecken, der Tau liegt bis Mittag auf den Wiesen, die ersten Blätter verfärben sich und die Luft ist voll mit Düften reifer Früchte und moderndem Laub. So hat auch diese Jahreszeit seine charakteristischen Eigenschaften, was den Reiz unseres gemäßigten mitteleuropäischen Klimas ausmacht. Wäre es nicht langweilig, wenn das ganze Jahr über nur Sommer wäre?

Zudem hält die Natur jetzt Ernte. Was im Frühling geblüht hat, im Sommer gewachsen ist, wird nun reif. Früchte und Samen sieht man daher allerorten. Aber auf Blüten brauchen wir keinesfalls verzichten! Ein bunter Blütenreigen – wie in einem zweiten Frühling - versetzt den Garten nochmals in einen Farbenrausch, bevor die ersten Fröste diesem Spektakel ein jähes Ende setzen.

Wir können Ihnen nur raten: Jetzt sollten Sie an einem spätsommerlichen Sonnentag einen Rundgang im Botanischen Garten machen! Sie werden staunen, was es alles zu sehen gibt! Ob es die prachtvollen Herbstastern (Aster novi-belgii und Aster novae-angliae) sind – beide aus Nordamerika stammend – die bei den Schmuckbeeten im Eingangsbereich und im Senkgarten blaue und rote Farbakzente setzen, oder die leuchtend gelbe Sonnenbraut (Helenium), Dahlien oder die tellergroßen Blüten des Sumpf-Eibischs (Hibiscus moscheutos), die bei den Teichbeeten neben der Gartenbühne zu bewundern sind. Der Garten erstrahlt nochmals in allen Farben!