Jahrgang 2021

Inhaltsverzeichnis 1/2021

  • Gudrun FUSS, Julia KROPFBERGER: Die Birnbaumeule (Atethmia ambusta) – ein seltener Falter im Naturpark Obst-Hügel-Land
    Birnbäume in extensiv genutzten Streuobstwiesen oder Obstbaumzeilen unter 400 Meter Seehöhe, sind der Lebensraum der Birnbaumeule (Atethmia ambusta). Im Frühjahr 2019 und 2020 wurde im Rahmen des Artenschutzprojektes „Nachtfalter Oberösterreichs“ das Vorkommen dieser seltenen Eulenfalterart im Naturpark Obst-Hügel-Land in den Gemeinden Scharten und Sankt Marienkirchen an der Polsenz untersucht. Erwachsene Falter nachzuweisen, ist fast nur über Zufallsfunde möglich. Als zuverlässige Nachweismethode hat sich die Suche nach den fast erwachsenen Raupen am Ende der Birnbaumblüte erwiesen, dazu wird im unteren Stammbereich und rund um den Stammfuß nach den rindenartig gezeichneten Raupen Ausschau gehalten. Insgesamt konnten während des gesamten Untersuchungszeitraumes drei Raupen der Birnbaumeule nachgewiesen werden.
     
  • Michael HOHLA, Josef H. REICHHOLF: Zweimal fünf Pflanzenarten
    Der Botaniker Michael Hohla und der Ökologe Josef H. Reichholf, beide am unteren Inn aufgewachsen, haben jeweils fünf Pflanzenarten ausgewählt, die sie beschreiben. Sie möchten damit die sich ergänzende Unterschiedlichkeit der Betrachtungsweise der Natur, für deren Erhalt sie sich einsetzen, darstellen.
     
  • Sarah REINDL: Botanische Inventur auf geförderten Flächen der Stadt Linz 
    Im städtischen wie auch im ländlichen Raum nimmt die Beachtung von ökologisch wertvollen Flächen in den letzten Jahrzehnten drastisch ab. Diese Landschaftsstrukturen gewähren das Überleben von zahlreichen wildlebenden Tier- und Pflanzenarten, die Luftqualität, das Stadtklima, den Boden und den Wasserhaushalt. Diesem Problem tritt die Stadt Linz mit der Förderaktion „Pflege ökologisch wertvoller Landschaftselemente im Stadtgebiet Linz“ entgegen. Im Sommer 2019 wurden im Zuge der jährlichen Kontrollen ausgewählte Flächen kartiert und bewertet, um einen Einblick in die aktuelle Situation der botanischen Artenvielfalt auf den Förderflächen zu erhalten. 
     
  • Michael HOHLA: Der Schwarzkopfregenwurm (Aporrectodea nocturna) in Oberösterreich – das „Schwarze Schaf“ unter den Regenwürmern?
    Der Autor berichtet über den Schwarzkopfregenwurm (Aporrectodea nocturna) und die Probleme die er vor allem wegen seiner großen Kottürme mitunter bereitet. Dieser Regenwurm hat sich in den letzten Jahrzehnten von Spanien, Südfrankreich und der Westschweiz ausgehend Richtung Osten, auch nach Oberösterreich ausgebreitet. Die rasche Ausbreitung gelang vor allem als „blinder Passagier“ durch den Handel mit Pflanzen mit Wurzelballen, Pflanzerde oder durch Erdtransporte.

Kosten: € 5,00

Bestellung Heft 1/2021