Jahrgang 2021

Inhaltsverzeichnis 2/2021

  • Gudrun FUSS: Natur des Jahres 2021
    Jedes Jahr werden stellvertretend für alle bei uns in Österreich lebenden Organismen vom Naturschutzbund Österreich, BirdLife und dem „Kuratorium Wald“ in Zusammenarbeit mit vielen weiteren Organisationen und Experten die Arten des Jahres gekürt. Sie werden stellvertretend für alle anderen vor den Vorhang geholt, um Bewusstsein für eine bestimmte Art oder einen Lebensraum zu schaffen und unter anderem auf Gefährdungen aufmerksam zu machen. Alle porträtierten Arten, vom Siebenschläfer über die Mauerflechte, die Linde und die Eintagsfliege bis hin zur Äsche als Fisch des Jahres – sie gelten als Symbolarten für die Lebensräume, in denen sie beheimatet sind und stehen auch für die übrigen Arten, die mit ihnen vergesellschaftet sind. 
     
  • Heinz FORSTINGER, Thomas RÜCKER: Über einen Feuchtwald-Scheidenstreifling aus dem Gföhret-Moor nahe Gerlham, Gemeinde Seewalchen
    Dass es immer wieder Raritäten zu entdecken gibt, beweisen die Autoren mit diesem seltenen Pilz, den sie in einem Moor bei Seewalchen fanden. Offensichtlich bevorzugt dieser Pilz feuchte Standorte, wobei die hier unter Betula pendula (Hänge-Birke) wuchsen. Aus Europa liegen Einzelnachweise in Estland, Lettland, Frankreich, Polen, Russland, England und Deutschland vor. Für Österreich stellt Amanita olivaceogrisea einen Neufund dar.
     
  • Rupert KOGLER: Natürliche Nähe. Linz‘ verborgene Aura 
    Ätherische Bilder des Linzer Natura 2000-Gebietes Traun-Donau-Auen – ein Augenschmaus! 
     
  • Frank WEIHMANN: Käferlarvenburgen & Totholzpyramiden
    „Totholz hat ein langes Leben“ (Buschinger 1996): das bedeutet, dass sich die Besiedlung von Biotopholz im Laufe der Zeit ändert. Es ist eine zeitliche Abfolge der Besiedlung durch unterschiedliche Holz bewohnende Arten und Organismusgruppen zu beobachten. Auf Pionierarten, das sind bohrende Insekten wie Holzwespe, Bock- und Prachtkäfer, folgen Erstbesiedler wie Holz abbauende Pilze. Darauf folgen Zweitbesiedler, die sich von Pilzen oder dem zersetzenden Holz ernähren oder die vorhandenen Hohlräume als Brutstätte nutzen. So existiert je nach Holzart, Holzvolumen, Feuchtigkeit, Sonnenwärme und Zersetzungsgrad ein anderes Artenspektrum im abgestorbenen Holz. Es folgt eine genaue Beschreibung bzw. Bauanleitung für die Errichtung von Käferlarvenburgen und Totholzpyramiden.
     
  • Helmut STEINER: „Bauernsterben“, Biolandwirtschaft und Schwalben im nördlichen Alpenvorland von Österreich
    „Insektensterben“ und „Vogelsterben“ sind in Vieler Munde. Sowohl naturwissenschaftlich, als auch geisteswissenschaftlich. Der oft beklagte Rückgang der Schwalben ist wenig untersucht und verstanden. Der Autor präsentiert hier größere Siedlungsdichte-Untersuchungen, um die Diskussion auf stabilere Beine zu stellen. Dazu müssen die positiven Beiträge der Biolandwirte, aber auch der konventionell arbeitenden Bauern zur Erhaltung der Artenvielfalt beziffert werden. Eine Analyse des Zusammenhanges von „Bauernsterben“, Biolandwirtschaft und Rauchschwalbe, Mehlschwalbe.

Kosten: € 5,00

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Inhaltsverzeichnis 1/2021

  • Gudrun FUSS, Julia KROPFBERGER: Die Birnbaumeule (Atethmia ambusta) – ein seltener Falter im Naturpark Obst-Hügel-Land
    Birnbäume in extensiv genutzten Streuobstwiesen oder Obstbaumzeilen unter 400 Meter Seehöhe, sind der Lebensraum der Birnbaumeule (Atethmia ambusta). Im Frühjahr 2019 und 2020 wurde im Rahmen des Artenschutzprojektes „Nachtfalter Oberösterreichs“ das Vorkommen dieser seltenen Eulenfalterart im Naturpark Obst-Hügel-Land in den Gemeinden Scharten und Sankt Marienkirchen an der Polsenz untersucht. Erwachsene Falter nachzuweisen, ist fast nur über Zufallsfunde möglich. Als zuverlässige Nachweismethode hat sich die Suche nach den fast erwachsenen Raupen am Ende der Birnbaumblüte erwiesen, dazu wird im unteren Stammbereich und rund um den Stammfuß nach den rindenartig gezeichneten Raupen Ausschau gehalten. Insgesamt konnten während des gesamten Untersuchungszeitraumes drei Raupen der Birnbaumeule nachgewiesen werden.
     
  • Michael HOHLA, Josef H. REICHHOLF: Zweimal fünf Pflanzenarten
    Der Botaniker Michael Hohla und der Ökologe Josef H. Reichholf, beide am unteren Inn aufgewachsen, haben jeweils fünf Pflanzenarten ausgewählt, die sie beschreiben. Sie möchten damit die sich ergänzende Unterschiedlichkeit der Betrachtungsweise der Natur, für deren Erhalt sie sich einsetzen, darstellen.
     
  • Sarah REINDL: Botanische Inventur auf geförderten Flächen der Stadt Linz 
    Im städtischen wie auch im ländlichen Raum nimmt die Beachtung von ökologisch wertvollen Flächen in den letzten Jahrzehnten drastisch ab. Diese Landschaftsstrukturen gewähren das Überleben von zahlreichen wildlebenden Tier- und Pflanzenarten, die Luftqualität, das Stadtklima, den Boden und den Wasserhaushalt. Diesem Problem tritt die Stadt Linz mit der Förderaktion „Pflege ökologisch wertvoller Landschaftselemente im Stadtgebiet Linz“ entgegen. Im Sommer 2019 wurden im Zuge der jährlichen Kontrollen ausgewählte Flächen kartiert und bewertet, um einen Einblick in die aktuelle Situation der botanischen Artenvielfalt auf den Förderflächen zu erhalten. 
     
  • Michael HOHLA: Der Schwarzkopfregenwurm (Aporrectodea nocturna) in Oberösterreich – das „Schwarze Schaf“ unter den Regenwürmern?
    Der Autor berichtet über den Schwarzkopfregenwurm (Aporrectodea nocturna) und die Probleme die er vor allem wegen seiner großen Kottürme mitunter bereitet. Dieser Regenwurm hat sich in den letzten Jahrzehnten von Spanien, Südfrankreich und der Westschweiz ausgehend Richtung Osten, auch nach Oberösterreich ausgebreitet. Die rasche Ausbreitung gelang vor allem als „blinder Passagier“ durch den Handel mit Pflanzen mit Wurzelballen, Pflanzerde oder durch Erdtransporte.

Kosten: € 5,00

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