Aktuelle Infos der Naturkundlichen Station

Die Naturkundliche Station hat ein breitgefächertes Aufgabengebiet, das von Grundlagenforschung über Planungs- und Naturschutzpraxis bis hin zur Umweltbildung reicht. Dementsprechend vielfältig sind auch unsere Projekte und Tätigkeiten. Die neuesten wollen wir Ihnen auf dieser Seite immer vorstellen. Zusätzlich finden Sie hier Verweise auf unsere aktuellsten Artikel zur Linzer Pflanzen- und Tierwelt.

Linz auf Schusters Rappen erkunden - 9. Teil

Auwald am Stadtrand – eine Wanderung durch die Schwaigau

Der 9. Teil unserer Wanderungen durch Linz führt uns vom ehemals beliebten Ausflugsgasthaus „Christl in der Schwaigau“, an das nur noch ein Parkplatz erinnert, in die reichhaltige Natur entlang des Mitterwassers. An der Dammkrone geht es mitterwasserabwärts durch die Probstau. An der Weggabelung nehmen wir den rechten Pfad, nach kurzer Zeit biegen wir bei einem Wegübergang Richtung Südwesten zu einer Auwiese ab, ehe wir einen breiten Sumpf-Wassergraben queren. Von dort aus geht es in das Siedlungsgebiet von Raffelstetten und über die asphaltierte Raffelstettner Straße wieder zum Ausgangspunkt zurück. Wer noch etwas weiter gehen möchte, kann noch über einen Feldweg bis zu einer Brücke wandern, die den Tagerbach überquert und den Feuchtlebensraum Klettfischerbach erkunden.

Die Streckenbeschreibung finden Sie im ÖKO.L 2/2004. Sie können den Beitrag downloaden oder das ganze Heft bestellen:
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blau gefärbtes Männchen der Prachtlibelle

Boden.Leben.Klima

Symposium zum nachhaltigen Umgang mit unserem Boden als Chance für den Klima- und Artenschutz

Die Folgen des ungebremsten Flächenverbrauchs werden immer deutlicher. Durch zunehmende Versiegelung entstehen in unseren Städten Hitzeinseln und auch die heimische Tier- und Pflanzenwelt gerät immer stärker unter Druck. Bei diesem Symposium am 3. September im Wissensturm soll das Thema Bodenverbrauch mit seinen Auswirkungen auf das Klima und die Biodiversität aufgezeigt und breit diskutiert werden.

VeranstalterInnen: Naturkundlicher Station und Umweltmanagement der Stadt Linz, Klimabündnis , Bodenbündnis OÖ und Volkshochschule Linz.

Weitere Informationen und Programm

Blick auf Linz

Der Zweihöcker-Spinnenfresser – Spinne des Jahres 2021

– gehört zur gleichnamigen Familie der Spinnenfresser. Meist findet man ihn in der Bodenstreu von Wäldern und Waldrändern, aber auch im unteren Stammbereich von Bäumen, in Sträuchern und an Wärmestandorten. Auf Grund seiner großen Verbreitung gilt der Zweihöcker-Spinnenfresser als nicht gefährdet. Die dämmerungs- und nachtaktive Spinnenart ernährt sich wie ihr Name schon vermuten lässt von anderen Spinnen, die sie aktiv in ihren Netzen aufsucht. Dort imitiert sie durch geschicktes Zupfen an den Spinnfäden ein gefangenes Beutetier. Nähert sich die Netzinhaberin, wird sie mit den langen Vorderbeinen gepackt, ins Bein gebissen und ausgesaugt, daher auch der sehr passende englische Name „pirate spider“. Untertags ist der gut getarnte Zweihöcker-Spinnenfresser kaum aufzuspüren.

Mehr Infos zur Spinne und zur Natur des Jahres 2021 finden Sie im ÖKO.L-Heft 2/2021, das bei der Naturkundlichen Station bestellt werden kann:
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Käferlarvenburg in der Pleschinger Sandgrube

Bereits im Frühjahr dieses Jahres wurde in Zusammenarbeit mit dem Naturschutzbund Oberösterreich, der Stiftung für Natur des Naturschutzbundes und der Naturkundlichen Station eine Käferlarvenburg in der Pleschinger Sandgrube errichtet. Sie soll totholzbewohnenden Käferlarven Nahrung und Lebensraum bieten. Totholz ist ein Hotspot der Artenvielfalt, da viele Tier- und Pilzarten auf diesen besonderen Lebensraum spezialisiert sind, der jedoch zusehends aus unseren Wälder verschwindet und mit ihm seine Bewohner. Künstlich angelegte Totholzbiotope können niemals Ersatz sein, dienen jedoch der Bewusstseinsbildung und überbrücken Totholzmangel in jungen Wäldern.

Eine genaue Anleitung zum Bau von Käferlarvenburgen und Totholzpyramiden finden Sie im ÖKO.L 2/2021, das bei der Naturkundlichen Station bestellt werden kann:
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Baum des Jahres – die Linde(n)

Linden können bis zu 1000 Jahre alt werden. Das Geheimnis ihrer Langlebigkeit sind neue Innenwurzeln, die vom greisen Stamm aus in Richtung Boden wachsen, sich dort verankern und eine junge Krone bilden, wenn der alte Baum abstirbt. Die Linde verjüngt sich also sozusagen von innen heraus. Die Unterscheidung, der beiden heimischen Lindenarten, der Sommerlinde und der Winterlinde, ist nicht ganz leicht. Sieht man sich jedoch die Unterseite der Blätter an, gelingt sie meist doch, so hat die Sommerlinde weißlich-gelbliche Achselbärte, wohingegen die der Winterlinde rostrot gefärbt sind.

Am Ende der Blütezeit kommt es besonders unter Silberlinden, die auf Grund ihrer Widerstandsfähigkeit gerne als Alleebaum oder in Parks gepflanzt werden, immer wieder zu Ansammlungen toter Hummeln und Bienen. Lange Zeit war man der Ansicht, dass der Nektar, den für Insekten giftigen Zucker Mannose enthält, da sie ihn nicht verstoffwechseln können. Neuere Untersuchungen widerlegen dies jedoch. Sehr wahrscheinlich werden die Tiere durch den intensiven Duft der Blüten immer noch angelockt, obwohl sie kaum mehr Nektar enthalten.

Mehr Infos zum Baum und zur Natur des Jahres 2021 finden Sie im ÖKO.L-Heft 2/2021, das bei der Naturkundlichen Station bestellt werden kann:
Kurzbeschreibung der Artikel im ÖKO.L-Heft 2/2021
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Linz auf Schusters Rappen erkunden - 8. Teil

„Marsch! Nach Ebelsberg auf napoleonischen Spuren mit sanftem Rückzug durch die Traun-Auen.“

Auf dem 8. Teil unserer Wanderungen durch Linz benötigen wir heute keinen Pass mehr. Seit fast 220 Jahren gehört dieser Stadtteil nun zu Österreich. Wir starten von Linz kommend und folgen der Wiener Straße über die Traun durch das Ortszentrum, dann biegen wir in den Ebelsberger Schlossweg ein, der uns bis zum Schlosspark führt. Danach geht es über das Südtor zum Ortszentrum hinunter. An der Traunbrücke angelangt führt uns links eine Treppe in eine andere Welt aus Feuchtbiotopen und Auwald, wo wir eine ausgedehnte Runde spazieren, ehe wir am Ende des Hochwasserschutzdammes rechts zur Stroblmühle in der Marktmühlgasse abbiegen. Von dort gelangen wir mit wenigen Schritten wieder zur Wiener Straße, unserem Ausgangspunkt.

Die Streckenbeschreibung finden Sie im ÖKO.L 1/2004. Sie können den Beitrag downloaden oder das ganze Heft bestellen:
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Grand Prix der Biodiversität!

Ziel dieser Aktion des Naturschutzbundes ist es, Projekte anzuregen und auszuzeichnen, die sich für den Schutz, die Aufwertung und den Erhalt von bedrohten Pflanzen- oder Tierarten oder Lebensräumen einsetzen.
Vereine, Initiativen, Institutionen, Betriebe, Schulen - alle, die einen Beitrag zur Förderung der Biodiversität in Österreich leisten können, sind eingeladen, ihre Projekte beim größten nationalen Artenschutz-Wettbewerb einzureichen. 5.000 Euro gibt es für die Umsetzung!

Hier einige Beispiele die in der Umsetzung unterstützt werden können:

  • Aufstellung und Betreuung von Amphibien-Zäunen
  • Bau oder Revitalisierung von Feuchtbiotopen
  • Errichtung von Trockensteinwänden für Reptilien
  • Hilfestellungen für Gebäudebrüter
  • Anbringung von Nistkästen und Wildbienennisthilfen
  • Neuschaffung oder Umwandlung von Wildblumenwiesen

Machen Sie mit! Einreichfrist ist der 30. September.

Alle Infos zur Aktion „Grand Prix der Biodiversität“

Äcker für die Artenvielfalt

In den letzten Wochen haben wir Ihnen unter dem Thema „Schönheiten am Ackerrand“ eine Reihe von Wildpflanzen vorgestellt, die auf magere, nährstoffarme Böden mit geringem Nährstoff- und Wasserhaltevermögen, sogenannte Grenzertragsböden spezialisiert und damit heutzutage kaum mehr zu finden sind. Die Intensivierung der Landwirtschaft durch hohe Düngegaben und effektive Pflanzenschutzmaßnahmen haben diese konkurrenzschwachen Arten vielerorts schon zum Verschwinden gebracht. Für viele Insektenarten stellen sie jedoch eine wichtige Nahrungsgrundlage dar, außerdem sind bunte Ackerränder auch schön anzusehen. Aus diesen Gründen und zum Erhalt der Biodiversität hat die Abteilung für Naturschutz des Landes Oberösterreich das Projekt „Äcker für die Artenvielfalt“ in Leben gerufen. 

Infos zum Projekt „Äcker für die Artenvielfalt“ in der Broschüre der Landesregierung OÖ, Naturschutzabteilung (PDF | 1,65 MB)

Der Große Wiesenknopf – Blume des Jahres 2021

Der Große Wiesenknopf ist ein typischer Vertreter von Feucht-, Nass- und Moorwiesen sowie extensiv genutztem Grünland. In den letzten 50 Jahren haben seine Bestände durch Lebensraumverlust massiv abgenommen. Dabei zählen extensive Wiesen zu den artenreichsten Lebensräumen unserer Kulturlandschaft und bieten neben dem Großen Wiesenknopf auch noch vielen weiteren Pflanzenarten wie dem Schlangen-Knöterich oder der Kohl-Kratzdistel ideale Bedingungen. Der Blüten- und Strukturreichtum des Grünlands, insbesondere der Feucht- und Nasswiesen, ist außerdem für viele bedrohte Tierarten wie den Kiebitz oder seltene Schmetterlingsarten wie den Dunklen und den Hellen Wiesenknopf-Ameisenbläuling eine wichtige Lebensgrundlage. Diese beiden Falter sind vom Großen Wiesenknopf abhängig, da ihre Weibchen die Eier ausschließlich an seinen Blütenstand ablegen, der dann von der Raupe von innen her aufgefressen wird. Mehr Infos zur Blume und zur Natur des Jahres 2021 finden Sie im ÖKO.L-Heft 2/2021, das bei der Naturkundlichen Station bestellt werden kann.

Inhaltsangabe und Bestellung ÖKO.L-Heft 2/2021

Linz auf Schusters Rappen erkunden - 7. Teil

„Über Wasser wandeln.“ Auf dem 7. Teil unserer Wanderungen durch Linz begeben wir uns in das 900.000  große Schutzgebiet Wasserwald, das  einen  Großteil  der  Linzer Bevölkerung mit Trinkwasser versorgt. Um in den Wasserwald zu gelangen, benützt man die Straßenbahn-Linie 1 und fährt bis Haltestelle Dauphinestraße. Mit dem eigenen PKW biegt man, von der Salzburgerstraße und der Dauphinestraße kommend links in die Denkstraße ein und zweigt in die Pestalozzistraße ab. Ab dann geht es zu Fuß ins Grüne Paradies durch naturnahe Waldbestände und ausgedehnte Wiesenflächen.

Die Streckenbeschreibung finden Sie im ÖKO.L-Heft 4/2003. Sie können den Beitrag downloaden oder das ganze Heft bestellen:
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Linz auf Schusters Rappen erkunden - 6. Teil

„Horch – die Lokomotive wiehert!“ Auf dem 6. Teil unserer Wanderungen durch Linz wandeln wir diesmal auf den Spuren der ehemaligen Pferdebahntrasse Linz-Budweis. Wer an heißen Tagen Zuflucht vor der Sonne sucht und trotzdem auf eine Wanderung nicht verzichten möchte, für den bietet sich idealerweise diese schattige Strecke an. Hier lernen wir verschiedene Waldtypen unserer näheren Heimat kennen. Als Ausgangspunkt wählen wir das Gelände der Universität und erreichen nach kurzem Marsch am Turm der Technisch-​Naturwissenschaftlichen Fakultät vorbei und entlang eines großen Wohnblocks die Johann-Wilhelm-Klein-Straße, in der sich das nunmehr geschlossene Biologie-Zentrum befindet. Der wunderbare Öko-Park kann aber noch besichtigt werden und ist auf jeden Fall einen Besuch wert, bevor es dann hinauf zur Pferdeeisenbahn nach St. Magdalena geht.

Die Streckenbeschreibung finden Sie im ÖKO.L-Heft 3/2003. Sie können den Beitrag downloaden oder das ganze Heft bestellen:
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Was ist das?

Eine Spinne mit unzähligen Beinen oder ganz etwas anderes?

Häufig ist der ursprünglich aus dem Mittelmeergebiet stammende Spinnenläufer bei uns noch nicht. Doch auf Grund der Klimaerwärmung breitet er sich zusehends aus und ist in Linz und Oberösterreich ein regelmäßiger, wenn auch noch seltener Gast. Die zu den Hundertfüßern gehörende Art ist nachtaktiv und ernährt sich räuberisch von anderen Gliedertieren (Insekten, Spinnen, Tausendfüßern). Sie kann sehr schnell laufen und pro Stunde etwa 1,5 km zurücklegen. Für Menschen sind Spinnenläufer ungefährlich, auch wenn ein Biss recht schmerzhaft sein kann, da er Giftdrüsen besitzt, mit denen er normalerweise seine Beute tötet. Spinnenläufer sind jedoch in keinster Weise angriffslustig.

Linz auf Schusters Rappen erkunden - 5. Teil

Der 5. Teil unserer Wanderungen durch Linz führt uns passend zur Jahreszeit in eine wilde Bachschlucht in unmittelbarer Stadtnähe - das mag so manche Nicht-Linzer überraschen. Es handelt sich tatsächlich um ein landschaftliches Juwel, das wir Ihnen diesmal präsentieren wollen. Auf dieser Rundwanderung steigen wir in die Schlucht des Dießenleitenbachs hinab, am Rückweg über den Hang durch einen Buchenwald hinauf und lassen als krönenden Abschluss das Panorama der grünen Industriestadt Linz auf uns wirken.

Die Streckenbeschreibung finden Sie im ÖKO.L-Heft 2/2003. Sie können den Beitrag downloaden oder das ganze Heft bestellen:
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Linz auf Schusters Rappen erkunden - 4. Teil

Der 4. Teil unserer Wanderungen durch Linz führt uns ins Industriegebiet, direkt an der Donau entlang bis zum Tankhafen und um den Segelflugplatz. Industrie und Natur – im Allgemeinen versteht man die beiden Begriffe als Gegensätze. Diese Vorstellung erweist sich jedoch als nicht ganz stichhaltig, denn ausgerechnet auf brachliegenden Flächen im Industriegebiet und zwischen den Gleisanlagen der Frachtenbahn haben viele Pflanzen und Tiere passende Lebensräume gefunden, wie zum Beispiel die Wechselkröte, eine nach Europarecht streng geschützte Art, die die fabriksnahen Tümpel bewohnt. Auch wenn diese scheuen Amphibien kaum zu beobachten sind, kann man viele andere Tiere und Pflanzen auf unserer Wanderroute kennenlernen. Am besten machen Sie sich gleich am langen Wochenende auf ins unbekannte Linz.

Die Streckenbeschreibung können Sie downloaden oder im ÖKO.L-Heft 4/2002, das bei der Naturkundlichen Station bestellt werden kann, nachlesen.

Wanderung Teil 4: Unverhofft kommt oft – Seltsamkeiten im Linzer Industriegebiet

Linz auf Schusters Rappen erkunden - 3. Teil

Heute möchten wir Ihnen Teil 3 unser naturkundlichen Wanderungen durch die Stadt Linz vorstellen. Eine Rundwanderung vom „Collegium Petrinum“ auf den Pöstlingberg, retour durch das Pflasterbachtal. Vom Pöstlingberg eröffnet sich ein großartiges Panorama über den Linzer Raum. Am Weg hinauf und von seinem Gipfelbereich aus erleben wir das reizvolle Zusammenwirken von Kultur und Natur, von Stadt und Land. Der beeindruckende Blick hinunter zur Stadt mit ihrem Häusermeer einerseits und mit der reich strukturierten, stark vom Menschen geprägten Kulturlandschaft des Linzer Grüngürtels andererseits offenbart einen spannenden Kontrast, der ein Markenzeichen der Landeshauptstadt ist. Auf den Linzer Hausberg führt uns die dritte Wanderung dieses Stadtnaturführers - sicherlich eine der schönsten Routen, die Linz zu bieten hat. Während unseres zwar schweißtreibenden, dafür aber umso interessanteren Rundwegs schärfen wir den Blick für die oft verblüffenden Wechselwirkungen zwischen Mensch und Natur.

Gesamte Tourenbeschreibung veröffentlicht im ÖKO.L-Heft 3/2002 (PDF | 586 KB)

Titel der Wanderung: Edelkastanien, Obstwiesen und Trockenrasen auf dem

Linz auf Schusters Rappen erkunden - 2. Teil

Gerne möchten wir Ihnen Teil 2 unser naturkundlichen Wanderungen durch die Stadt Linz vorstellen. Diesmal führt uns unsere Wanderung in den Süden von Linz. Auf einem Rundweg vom Weiklersee durch den Auwald und den entlang des Mitterwassers erkunden wir eine urwaldartige Naturlandschaft mitten im Europaschutzgebiet „Traun-Donau-Auen“. Das „Land am Wasser“, wie das aus dem Mittelhochdeutschen stammende Wort „Au“ heißt, bietet ideale Bedingungen für Lebewesen, die Feuchtigkeit lieben. Das hoch anstehende Grundwasser, die ausgeglichenen Bedingungen des Kleinklimas und die gute Nährstoffversorgung der Böden lassen eine Üppigkeit entstehen, die sich durchaus mit tropischen Regenwäldern vergleichen lässt. Diesen Eindruck hat man besonders an den Waldrändern oder Schlagflächen, wo Kletterpflanzen Büsche und Bäume überziehen und dabei ein undurchdringliches Dickicht bilden. Hier befindet sich das Zuhause von Eisvogel, Pirol, Haubentaucher, Fledermaus, Ringelnatter und Laubfrosch. Botaniker haben mehr als 540 wildwachsende Pflanzenarten registriert, wovon mehr als 11 % auf der „Roten Liste“ der vom Aussterben bedrohten Arten stehen.

Gesamte Tourenbeschreibung veröffentlicht im ÖKO.L-Heft 2/2002 (PDF | 603 KB)

Linz auf Schusters Rappen erkunden - 1. Teil

Die Stadt Linz hat viele bekannte Gesichter: eine bezaubernde historische Altstadt, ein geschäftiges Zentrum entlang der Landstraße, eine weit über die Grenzen hinaus bekannte kulturelle Vielfalt und eine boomende Großindustrie im Süden. Wenige wissen jedoch, dass das Linzer Stadtgebiet ebenso reich an landschaftlichen Reizen und naturkundlichen Besonderheiten ist. Wir wollen Ihnen deshalb ab jetzt in loser Reihenfolge immer wieder Wanderrouten durch Linz vorstellen, auf denen botanische und zoologische Besonderheiten darauf warten, entdeckt zu werden.

Den Anfang machen wir mit einer Tour vom Linzer Schloss aus über den Freinberg nach St. Margarethen. Am Linzer Schlossberg können wir schon die ersten botanischen Besonderheiten bewundern, die ein karges Leben zwischen den Mauerritzen fristen, ehe uns die „Linzer Wänd“ in einen urwaldhaften Schluchtwald vor den Toren der Stadt eintauchen lassen. Danach geht es über den Freinberg zur Franz-Josefs-Warte in deren Nähe wir der Vogelwelt lauschen können, bis wir uns über bunte Wiesen und den Obstsortengarten zum Zaubertalbach aufmachen, an dessen Mündung der Stadtteil St. Magarethen beginnt, der den Endpunkt unsere Wanderung markiert.

Gesamte Tourenbeschreibung veröffentlicht im ÖKO.L-Heft 1/2002 (PDF | 605 KB)

Wanderung Teil 1

Moos des Jahres – Sparriges Kranzmoos

Es ist nicht wählerisch und kommt von der Ebene bis ins hohe Gebirge vor, nur extreme Trockengebiete meidet es. Durch seine sparrige Beblätterung und die lang ausgezogenen Blattspitzen ist es kaum mit einer anderen Art zu verwechseln. Die nährstoff- und feuchtigkeitsliebende, jedoch kalkmeidende Art gedeiht besonders in gut gepflegten Rasenflächen. Durch häufigen Schnitt und regelmäßige Bewässerung verdrängt es sogar Gräser, sodass sich reine Moosrasen bilden. Ein wirksames Verbreitungsmittel sind dabei die Mulchmäher. Ist Ihnen Moos im Rasen lästig, bekämpfen Sie es nicht mit Produkten aus dem Baumarkt. Das ist in der Regel wenig erfolgversprechend. Besser ist es, weniger, dafür aber höher zu mähen und die Bewässerung auf ein Minimum zu reduzieren. Diese Maßnahmen reduzieren nicht nur das Moos, sondern sorgen auch für artenreichere Rasenflächen. Wenn Sie Ihren kurz geschorenen Rasen jedoch behalten möchten, dann arrangieren Sie sich mit dem Sparrigen Kranzmoos. Es ist kurz, grün und bestens betretbar.

Weitere Infos zu dieser spannender Pflanzenart

Flechte des Jahres – Die Mauerflechte

Wie ihr Name schon verrät, ist die Gewöhnliche Mauerflechte im Siedlungsbereich vorwiegend auf Mauern und Zaunpfosten, Dachziegeln, auf Pflaster aller Art, gerne auch auf Waschbeton oder auch auf wenig befahrenem Asphalt zu finden. Durch ihre großen, grünlich-weißen und dicht mit Fruchtkörpern besetzten Rosetten ist sie kaum mit einer anderen Art zu verwechseln. Große Toleranz gegenüber Trockenheit und Schadstoffen zeichnet diese Krustenflechte aus, weshalb sie als nicht gefährdet gilt. Die Mauerflechte ist weltweit verbreitet und gilt als Profiteurin der Eutrophierung (Anreicherung mit Nährstoffen) und der fortschreitenden Versiegelung der Landschaft. Auch die zunehmende Erwärmung und die damit einhergehenden Dürreperioden werden ihr als trockenheitsresistente Art wenig anhaben. Bei den Briten heißt sie übrigens "chewing-gum lichen", da sie von ihrem Aussehen her den Kaugummiflecken auf Pflastersteinen ähnelt.

Mehr Infos zur Mauerflechte

Alien des Jahres!

Der Asiatische Marienkäfer oder Harlekin-Marienkäfer ist mittlerweile bei uns an vielen Orten schon zum Sinnbild des Marienkäfers geworden, da er die heimischen Arten, allen voran den Siebenpunkt-Marienkäfer zunehmend verdrängt. Die ursprünglich aus China und Japan stammende Art wurde auf Grund ihres enormen Appetits auf Blattläuse zur biologischen Schädlingsbekämpfung in Glashäusern eingesetzt. Von dort konnte sie ins Freiland entkommen und wurde 2006 erstmals in Österreich nachgewiesen. Durch seine enorme Reproduktionsrate kann sich der Asiatische Marienkäfer rasch vermehren. Gehen den Larven dann die Blattläuse aus, satteln sie auf andere weichhäutige Insekten um. Im Herbst werden die Käfer sogar Vegetarier und entwickeln eine Vorliebe für Weintrauben um, was sie bei Winzern äußerst unbeliebt macht.

Weitere Infos  und die wichtigsten Erkennungsmerkmale des Asiatischen Marienkäfers
 

Asiatische Marienkäfer

Fledermaus des Jahres 2020 + 2021 – Die Mopsfledermaus

Die Mopsfledermaus (Barbastella barbastellus) ist eine mittelgroße Fledermausart mit kurzer, gedrungener Nase, deren Form sie auch ihren deutschen Namen verdankt. Sie hat ein dichtes, relativ langes, sehr dunkles Fell mit gelblichweißen Haarspitzen auf der Körperoberseite. Oft hängen Mopsfledermäuse sogar bei Frost frei an der Wand oder in Spalten. Erst etwa -15 Grad Celsius sind tödlich für sie.

Als Lebensraum bevorzugt die Mopsfledermaus reich gegliederte, insektenreiche Wälder mit ausgeprägter Strauchschicht. Baumspalten und Stellen hinter abstehender Borke an Totholzbäumen dienen als Wochenstuben. Sie nutzt jedoch auch Gebäude als Versteckmöglichkeit, so kann man sie zum Beispiel hinter Fensterläden und Hausverkleidungen finden. Als Nahrung werden Nachfalter und Kleinschmetterlinge bevorzugt. Auf ihren Flügen orientiert sie sich stark an Landschaftselementen wie Hecken, Baumreihen oder Flüssen, die eine Verbindung zwischen Quartieren und Jagdgebieten herstellen.

Mehr Infos zu dieser bemerkenswerten Fledermausart

Wassertier des Jahres 2021 – Die Äsche

Die Europäische Äsche (Thymallus thymallus) ist ein zu den Salmoniden zählender Raubfisch und kommt in den Mittel- und Gebirgsregionen ganz Europas vor. Ausgewachsene Äschen werden etwa 30 bis 50 Zentimeter lang und erreichen ein Gewicht von 500 bis 1.500 Gramm, besonders große Exemplare können sogar doppelt so schwer werden. Ihre Nahrung besteht vorwiegend aus Kleinkrebsen, Insektenlarven und Anflugnahrung. Große Tiere können gelegentlich auch kleinere Fische erbeuten.

Die Bestände der Äsche nehmen in Österreich deutlich ab, der einst weit verbreitete Fisch wird schon seit 2007 auf der Roten Liste der Fische Österreichs als gefährdet eingestuft und die Situation hat sich in den letzten Jahren vielerorts noch verschärft. Ursachen für den Rückgang dieses eleganten Fisches liegen vor allem in der immer schlechteren Ausstattung seines Lebensraumes wie zum Beispiel fehlende Kiesbänke und Gewässerverschmutzung sowie der Zerschneidung desselben.

Weitere Infos zur Äsche

Äsche

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