Grundlagenforschung

Linz gilt, was den ökologischen Erforschungsgrad betrifft, als eine der am besten untersuchten Städte Europas. Seit mehr als 25 Jahren arbeitet die Naturkundliche Station der Stadt Linz an einem breit gefächerten Grundlagenforschungsprogramm das eine Vielzahl von Daten geliefert hat.   

Brutvogelkartierung
Kleinsäugerarten
Fledermausarten
Amphibien- und Reptilienarten
Flusskrebsbestände
Libellenarten
Käferfauna
Heuschreckenfauna
Wildbienen- und -wespenarten
Ameisenarten
Biotopkartierung
Biotopkartierung auf dem Gelände der voestalpine
Moosflora
Die Libellenfauna der Linzer Donauauen
Spechte im Europaschutzgebiet Traun-Donau-Auen
Biberverbreitung
Eisvogel und Zwergtaucher im Europaschutzgebiet 
Gewässerbetreuungskonzept
Nachhaltigkeit der Waldflächen
 

Brutvogelkartierung

Die Kartierung der Linzer Brutvögel erbrachte 102 Brutvogel- und 122 insgesamt vorkommende Vogelarten.

Details zur Kartierung der Linzer Brutvögel

 

Kleinsäugerarten

Eine Erhebung der Kleinsäugerarten (Mäuse, Spitzmäuse etc.) erbrachte die beachtliche Zahl von 19 Arten, darunter auch seltene wie die Zwergmaus (REITER G., JERABEK M. (2002): Kleinsäuger in der Stadt Linz. Naturkundliches Jahrbuch Stadt Linz 48: 11-78).

Details zur Erhebung der Kleinsäugerarten

Fledermausarten

 
11 Fledermausarten flattern in der Nacht durch die Stadt (REITER G., JERABEK M., HÜTTMEIR U. (2003): Fledermäuse in der Stadt Linz. Naturkundliches Jahrbuch Stadt Linz 49: 11-59).

Details zu den Fledermausarten

Amphibien- und Reptilienarten

15 Amphibienarten, 10 Reptilienarten leben im Linzer Stadtgebiet (MOSER J. (1999): Die Reptilienfauna der Traun-Donau-Krems Auen im Stadtgebiet von Linz (Oberösterreich).Naturkundliches Jahrbuch Stadt Linz 44: 131-147. WEISSMAIR W. (1998): Die Herpetofauna von Linz (Oberösterreich) - Eine Zwischenbilanz. Naturkundliches Jahrbuch Stadt Linz 442/43: 121-179. WEISSMAIR W (1999): Die Amphibienfauna der Donau-Traun-Krems Auen im Stadtgebiet von Linz (Oberösterreich) Empfehlungen für Schutzmaßnahmen. Naturkundliches Jahrbuch Stadt Linz 44: 149-189.).

Details zu den Amphibien- und Reptilienarten

Flusskrebsbestände

Die Untersuchung der Flusskrebsbestände erbrachte in den kleinen, fischfreien Oberläufen der Mühlviertler Bäche gebietsweise noch sehr gute Bestände des Steinkrebses. Südlich der Donau kommt nur der allochthone Signalkrebs vor. (WEISSMAIR W. (2002): Die Flußkrebse von Linz Kartierung - Schutz - Management. Naturkundliches Jahrbuch Stadt Linz 48: 79-109.)

Details zu den Flusskrebsbeständen

Libellenarten

48 Libellenarten bevölkern die Linzer Gewässer (LAISTER G. (1996): Bestand, Gefährdung und Ökologie der Libellenfauna der Großstadt Linz. Naturkundliches Jahrbuch Stadt Linz 40/41: 9-305.).

Details zu den Libellenarten

Käferfauna

Die Kartierung der Linzer Käferfauna ergab 1247 Arten (MITTER H., MITTER A., MITTER H. C. (1997): Die Käferfauna von Linz - Eine Zwischenbilanz. Naturkundliches Jahrbuch Stadt Linz 42/43: 197-310.).

Details zur Käferfauna

Heuschreckenfauna

Die Heuschreckenfauna der Stadt Linz umfasst 31 von insgesamt 53 in Oberösterreich vorkommenden Arten (KUTZENBERGER H., WEISSMAIR W. (2000): Artenschutzprogramm Heuschrecken Linz. Naturkundliches Jahrbuch Stadt Linz 45: 11-72.).

Details zur Heuschreckenfauna

Wildbienen- und -wespenarten

Wildbienen- und -wespenarten sind auch zahlreich vertreten: 255, darunter hochgradig bedrohte Arten wurden festgestellt (SCHWARZ M. (2000): Hautflügler (Hymenoptera: Siricidae, Xiphydriidae, Argidae, Cephidae, Aulacidae, Evaniidae, Gasteruptiidae, Sapygidae, Vespidae, Sphecidae) im Stadtgebiet von Linz. Naturkundliches Jahrbuch Stadt Linz 45: 73-134.).

Details zu den Wildbienen- und -wespenarten

Ameisenarten

49 Ameisenarten wurden im Rahmen einer flächendeckenden Bearbeitung im Stadtgebiet festgestellt (rund 110 Arten kommen österreichweit vor) (AMBACH J. (1999): Verbreitung der Ameisenarten (Hymenoptera: Formicidae) im Linzer Stadtgebiet (Oberösterreich) und ihre Bewertung aus stadtökologischer Sicht. Naturkundliches Jahrbuch Stadt Linz 44: 191-320.).

Details zu den Ameisenarten

Biotopkartierung

Alleine in den Traun-Donau-Auen konnten im Rahmen der Biotopkartierung 675 Pflanzenarten, darunter 150 Rote-Liste-Arten, festgestellt werden.

Details zur Biotopkartierung

Biotopkartierung auf dem Gelände der voestalpine

Das Gelände der voestalpine beherbergt die enorme Zahl von 511 wildwachsenden Pflanzenarten, darunter sehr seltene (LENGLACHNER F., SCHANDA F. (2003): Biotopkartierung Stadt Linz – Teilbereich VOEST-Gelände 2000. Naturkundliches Jahrbuch Stadt Linz 49: 89-139.).

Details zur Biotopkartierung auf dem Gelände der voestalpine

Moosflora

Eine Erhebung der Moosflora ergab 319 Arten, das ist rund ein Drittel aller Moosarten Österreichs, 63 Arten davon gelten als selten und gefährdet (ZECHMEISTER H. G., TRIBSCH A., HOHENWALLNER D. (2002): Die Moosflora von Linz und ihre Bedeutung für die Bioindikation. Naturkundliches Jahrbuch Stadt Linz 49: 111-191.).

Details zur Moosflora

Die Libellenfauna der Linzer Donauauen

In der ersten Hälfte der 1990er-Jahre wurde der Libellenbestand der Traun-Donau-Auen erstmals flächendeckend untersucht (LAISTER 1996). 2002/2003 erfolgte die Wiederbearbeitung des libellenkundlich wertvolleren - weil gewässerreicheren - Donauauen-Teiles. (LAISTER G. (2007): Die Libellenfauna der Linzer Donauauen – Entwicklung und aktuelle Situation. Berichte für Ökologie und Naturschutz der Stadt Linz 1: 65-123.)

Details zur Libellenfauna der Linzer Donauauen

Spechte im Europaschutzgebiet Traun-Donau-Auen

Auf einer Fläche von etwa 620 ha Auwald konnten sechs Spechtarten festgestellt werden (WEIßMAIR W., RUBENSER H. (2009): Die Spechte im Europaschutzgebiet Traun-Donau-Auen. ÖKO•L 31/1: 3-12.).

Details zu den Spechten im Europaschutzgebiet

Biberverbreitung

22 Biberreviere sind im Raum Linz bekannt (RUBENSER H. (2010): Verbreitung und Bestand des Bibers (Castor fiber) im Linzer Stadtgebiet. ÖKO•L 32/3: 3-13.).

Details zur Biberverbreitung

Eisvogel und Zwergtaucher im Europaschutzgebiet

Vier Brutreviere des Eisvogels neun Reviere (Brutpaare) des Zwergtauchers wurden im Europaschutzgebiet Traun-Donau-Auen festgestellt. (RUBENSER H. (2011): Bestandserfassung von Eisvogel (Alcedo atthis) und Zwergtaucher (Tachybaptus ruficollis) im Europaschutzgebiet Traun-Donau-Auen 2011. ÖKO•L 33/4: 3-7.)

Details zu Eisvogel und Zwergtaucher im Europaschutzgebiet

 
Neben diesen, das gesamte oder große Teile des Stadtgebietes betreffenden Bestandsaufnahmen wurden weitere Tiergruppen (Fische, Schnecken, Spinnentiere, Schmetterlinge ...) nur in ausgewählten Bereichen (z. B. Linzer Pforte ...) untersucht. Die Ergebnisse dieser Arbeiten sind jeweils im Naturkundlichen Jahrbuch der Stadt Linz veröffentlicht.

Mehrere Studien aus dem Bereich der Grundlagenforschung wurden mit umsetzungsorientierten Fragestellungen durchgeführt:

Gewässerbetreuungskonzept

So etwa jene, die die Grundlagen für ein integratives Gewässerbetreuungskonzept für den Bereich Donau-Traun-Kremsmündung unter besonderer Berücksichtigung fischökologischer Aspekte liefert. (SPINDLER T., WINTERSBERGER H. (1999): Gewässerbetreuungskonzept Linz Donau-Traun-Krems. Naturkundliches Jahrbuch Stadt Linz 44: 11-129.).

Details zum Gewässerbetreuungskonzept

Nachhaltigkeit der Waldflächen

Die Nachhaltigkeit der Waldflächen im Linzer Stadtgebiet wurde ebenfalls eingehend untersucht (FORSTNER M., MAIERHOFER G., PRÄHOFER G. (2000): Die Nachhaltigkeit der Waldflächen im Linzer Stadtgebiet - Analyse, Vorschläge, Massnahmen. Naturkundliches Jahrbuch Stadt Linz 45: 169-220.).

Details zur Nachhaltigkeit der Waldflächen

Aufgaben der Naturkundlichen Station